Mit dem Begriff Wicca wird eine relativ neue Hexenreligion bezeichnet, die sich schnell weltweit etabliert hat. Begründet wurde sie durch Gerald Brousseau Gardner. Das Wort stammt ursprünglich aus dem Angelsächsischen und bedeutet in der Übersetzung so viel wie "männlicher Hexer" oder "Zauberer". Erstmals wurde diese Schreibweise im Jahr 1969 nachgewiesen. Es gibt jedoch auch die Ansicht, dass "Wicca" vom altenglischen Begriff Witan abgeleitet ist, was "weiser Mann" oder "Berater" bedeuten könnte. Obwohl dies nicht abschließend geklärt ist, wird Wicca häufig als "Kult der Weisen" bezeichnet.
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Wofür stehen sie?
Wie ihre mittelalterlichen Vorläuferinnen besteht ein Wicca-Zirkel oder Hexencoven aus Männern und Frauen, die sich Wissen über die Schätze und Kräfte der Natur angeeignet haben. Dieses Wissen wurde ihnen durch Überlieferungen oder eigene Erfahrungen vermittelt. Wiccas vertreten den Glauben, dass alles miteinander verbunden ist und jeder Mensch ein untrennbarer Teil des Kosmos und der Welt ist.
Wer glaubt, es handele sich um einen Hexenkult wie im Mittelalter, liegt falsch. Bei den Wicca-Hexen spielt zeremonielle Magie eine zentrale Rolle. Rituale, oft mit Bestandteilen aus der Natur, sind ein essenzieller Bestandteil der Covenarbeit. Die dabei verwendeten Symbole und Abläufe haben ihren Ursprung im Freimaurertum. Darüber hinaus werden auch Elemente und Rituale anderer Religionen in die Praxis integriert.
Welche Bedeutung hat der Coven?
Obwohl Wicca-Coven keine strenge Hierarchie kennen und es kein Oberhaupt im klassischen Sinne gibt, existiert eine religionsähnliche Struktur. So steht jedem Coven ein Paar aus Hohepriester und Hohepriesterin vor, das als eine Einheit betrachtet wird. Ein Coven sollte in der Regel nicht mehr als 13 Mitglieder umfassen. Die Ausbildung neuer Mitglieder wird vom Hohepriester oder der Hohepriesterin geleitet, wobei sich auch andere Mitglieder beteiligen können. Je mehr Wissen ein neues Mitglied aufnimmt, desto größer ist sein Ansehen - auch über die Grenzen des eigenen Covens hinaus.
Das Hexentum ist nicht mit dem Wicca-Kult gleichzusetzen. Es unterscheidet sich insbesondere durch regionale Unterschiede in der Praxis. Die Wicca-Gemeinschaft ist nur eine von vielen Strömungen innerhalb des Hexentums.
Lebenseinstellung oder Religion?
Einer der Grundsätze der Wicca-Hexen lautet: "Tu, was du willst, aber schade niemandem dabei - auch nicht dir selbst." Ein Leitsatz, der viel Spielraum lässt und gleichzeitig eine klare ethische Botschaft vermittelt.
Obwohl viele Menschen neuen oder unbekannten Dingen oft skeptisch gegenüberstehen, weckt Wicca zunehmend Interesse. Ob man es als persönliche Lebenseinstellung oder moderne Religion betrachtet, Wicca bietet Impulse, die das Leben bereichern und den Blick über den Tellerrand ermöglichen. Wenn wir daraus etwas Positives ziehen können, lohnt sich ein genauerer Blick allemal.
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