Unter den Göttern der irisch-keltischen Überlieferungen nimmt Dagda eine zentrale Stellung ein. Sein Name bedeutet "der große Vater", und er wurde von den Menschen als Allvater verehrt. Die Bezeichnung "guter Gott" meinte dabei nicht Milde oder Sanftmut, sondern seine gewaltige Macht, sein Wissen und seine Schöpferkraft. Er führte die Tuatha Dé Danann, das mythische Göttervolk Irlands, und galt als weise, allwissend und allmächtig.
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Sein Wesen und seine Symbole
Dagdas Erscheinung war untypisch für einen Gott. Überliefert wird er mit dickem Bauch, einer Kapuze über dem Gesicht und einer schlichten Tunika. Dennoch galt er als Fruchtbarkeitsgott und Schöpfer, der durch seine Liebesbeziehungen viele Nachkommen zeugte. Mit der Flussgöttin Boanna hatte er den Sohn Aonghus, mit Morrigan verband ihn eine leidenschaftliche Beziehung. Als Sohn der Erdmutter Dana war er Bruder von Lugh und Ogma und stand damit im Zentrum einer mächtigen Götterlinie.
Seine berühmten Attribute machten ihn einzigartig: eine gewaltige Keule, die Leben schenken oder nehmen konnte; ein Kessel, aus dem unerschöpflich Nahrung strömte; und eine Harfe, die nicht nur Gefühle weckte, sondern auch die Jahreszeiten hervorrief. Diese Harfe, einst von Feinden entwendet, holte er sich zurück und bewahrte damit seine Macht über die Welt.
Dagda als Kämpfer und Schöpfer
In den großen Schlachten gegen die Fomori bewies er seine Kraft und List. Spottgedichte und Täuschungsversuche konnten ihm nichts anhaben. Von Morrigan erfuhr er wichtige Geheimnisse der Feinde und stellte sich entschlossen dem Kampf. Trotz komischer Episoden, wie einer übermäßigen Mahlzeit aus Eintopf oder einer unglücklichen Begegnung mit der Tochter des Fomori-Königs, war er es, der den Sieg errang.
Nach dem Triumph erschuf er mithilfe seines Kessels eine neue Welt. Wälder wuchsen, Flüsse bahnten sich ihren Weg, Berge und Täler entstanden - die Erde erhielt durch ihn ihre Gestalt. Die Menschen selbst erschuf er nicht, doch er bereitete den Lebensraum, in dem sie gedeihen konnten. Damit wurde er zum Spender des Lebens und zum Gott der Schöpfung.
Der Gott des einfachen Volkes
Später trat Dagda von seiner Königswürde zurück und wurde Herrscher der Anderswelt. Dort wohnte er in Bruig na Bóinne, bis sein Sohn Aengus ihn mit einer List verdrängte. Statt Zorn empfand Dagda Stolz, dass sein Sohn die Gesetze der Anderswelt verstand und klug für sich nutzte.
Für die einfachen Menschen blieb er dennoch der große Vater. Mit rotem Bart, wallendem Haar und schlichter Kleidung wirkte er wie einer von ihnen. Er stand den Bauern, Tagelöhnern und Sklaven nahe, weil er in seiner Erscheinung nichts Erhabenes, sondern etwas Vertrautes hatte. Seine Harfe rührte die Menschen, ließ sie lachen, weinen oder träumen.
Dagda vereinte viele Gegensätze: mächtig und nahbar, allwissend und doch menschlich, kämpferisch und schöpferisch. Er war ein Gott, der nicht über den Menschen thronte, sondern inmitten von ihnen stand - ein Vater, der die Welt ordnete und beschützte. In der keltischen Mythologie bleibt er bis heute eine der faszinierendsten Gestalten, deren Macht und Weisheit noch immer nachklingen.
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